Stellungnahme zur „Stopp-Klimakiller-Kampagne“

Derzeit läuft eine anonyme Kampagne „Stopp Klimakiller Gremmels“, die dazu aufruft, mir keine Erststimme bei der Bundestagswahl zu geben. Als jemand, der durch die Atomkatastrophe in Tschernobyl politisch sozialisiert worden ist, als Vorstandsreferent in einem Solarkonzern gearbeitet hat und auch als Landtags- und Bundestagsabgeordneter stets für einen schnellen, dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien eingetreten ist, nehme ich für mich in Anspruch, eine starke Stimme für ambitionierten Klimaschutz und eine sozial gerechte Energiewende zu sein.

Als Energiepolitiker der SPD bin ich aber nicht nur für Erneuerbare Energien, sondern auch für Erdgas zuständig. Dazu zählt auch, mit Vertreterinnen und Vertretern der Gaswirtschaft im Kontakt zu stehen und sie vom Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045 zu überzeugen, zumal wir in meinem Bundestagswahlkreis Kassel vier größere Gasunternehmen haben. Ich wollte das nicht in Hinterzimmern tun, sondern für jeden nachvollziehbar im Beirat von ‚Zukunft Gas‘. Ich bin weder Mitglied dieses Vereins, noch habe ich für meine Tätigkeit je Geld bekommen. Ich bin genauso im parlamentarischen Beirat des ‚Bundesverbandes Erneuerbare Energien’. Beides ist transparent auf der Homepage des Bundestages für jeden nachvollziehbar angegeben: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/G/519844-519844

Ich freue mich sehr, dass vier prominente Stimmen aus der Erneuerbaren-Energie-Szene meine Arbeit für die Energiewende unterstützen:

Dr. Simone Peter (Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energie, BEE e.V.):

„Energiewende und Klimaschutz brauchen engagierte Menschen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Gesellschaft. Timon Gremmels gehört seit Jahren dazu. Als Stimme für eine Energieversorgung auf Basis 100 % Erneuerbarer Energien hat er die Zukunft im Blick. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“

Karl-Heinz Remmers (Solarunternehmer):

„Ich bin seit 30 Jahren Solarunternehmer und setze jeden Tag die große Vision der Klimaneutralität in reale Solarstromproduktion um. Dabei ist Timon Gremmels ein engagierter Partner, dem es trotz aller Widrigkeiten seines Koalitionspartners in den vergangenen vier Jahren gelungen ist, z.T. wegweisende Fortschritte für die Verbreitung der Solarenergie zu erzielen.“

Thomas Flügge (1. Vorsitzender deENet e.V.):

„Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Proaktiver Klimaschutz ist bereits heute für viele Menschen weltweit von existenzieller Bedeutung. Der damit verbundene Umbau des gesamten Energiesystems ist eine Herkulesaufgabe.

Hierfür braucht es wissenschaftliche Expertise, aktive Unternehmen und viel Engagement und Mut in Politik und Gesellschaft. Timon Gremmels setzt sich seit Jahren klar und deutlich für eine dezentrale Energieversorgung ein. Mit eindeutigen Positionen zum Energiesammelgesetz, der notwendigen Entbürokratisierung des Mieterstroms, dem Weiterbetrieb der ersten EEG-Anlagen oder höheren Ausbauzielen bei Wind und PV hat er sich in der vergangenen Wahlperiode für die Erneuerbaren Energien eingesetzt.

In Nordhessen ist die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich dezentraler Energietechnologien und Energieeffizienz von der Forschung und Entwicklung über die Produktion und Planung bis zur Anwendung vertreten. Dadurch verfügt die Region über die notwendige Expertise, um die Systemintegration und intelligente Sektorenkopplung beispielhaft umzusetzen. Die Transformation der Energieversorgung birgt daher große Chancen für den Wirtschaftsstandort Nordhessen und die regionale Wertschöpfung.“

Carsten Pfeiffer (Leiter Strategie & Politik, Bundesverband Neue Energiewirtschaft)

„Timon Gremmels hat sich im Bundestag mit großem Engagement und trotz Widerständen auch mit Erfolg für erneuerbare Energien und damit auch für den Klimaschutz eingesetzt. Es ist nur gerecht, diese Leistung des Abgeordneten Gremmels zu honorieren. Klimaschutz muss in der nächsten Legislaturperiode eine wichtigere Rolle spielen als in der Vergangenheit. Daher ist es wichtig, dass parteiübergreifend ausgewiesene Klimaschutzpolitiker gestärkt statt geschwächt werden.“

Für Nachfragen zu diesem Thema stehe ich jederzeit zur Verfügung.