Gremmels (SPD): „Holz verbauen, statt exportieren – Exportstopp als letztes Mittel“

Rad, Bergpark, Wandern, Sommer, Fahrrad, Freizeit Bild: Thorsten Eschstruth
Angespannter Holzmarkt

„Aktuell sorgt die hohe internationale Nachfrage für Holzknappheit auf dem inländischen Markt. Auch holzverarbeitenden Gewerbe in unserer Region fehlt das exportierte Holz und bereitet ihnen sowie Bauherrinnen und Bauherren von Einfamilienhäusern wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Thema wurde auch schon im Rahmen einer Bürgersprechstunde an mich herangetragen“, so der Kasseler SPD Bundestagsabgeordneter Timon Gremmels. „Sollte sich die Lage nicht bald entspannen, muss der zuständige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen Exportstopp in Drittstaaten prüfen“, so die Forderung Gremmels‘, der auch  Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestags ist.

„Derzeit exportieren wir unseren Wald bis zur inländischen Holzknappheit. Dadurch vergeben wir in Deutschland die Chance, Holz zur CO2-Reduktion zu nutzen. Ein klimaneutrales Wirtschaftssystem werden wir so nicht erreichen, die neu deklarierten Klimaziele ebenfalls nicht. Wir müssen vielmehr darauf setzen, regionale Holzmärkte zu fördern, damit Holz vor Ort Verwendung findet. Um unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen, brauchen wir viele konkrete Maßnahmen. Die Stabilisierung des Holzmarktes ist eine davon. Wir müssen unser Holz verbauen, statt es zu exportieren“, so Gremmels. Außerdem ginge es deutschlandweit um mehr als 550.000 Arbeitsplätze vor allem im ländlichen Raum.

Gremmels setzt sich im Bundestag mit Nachdruck dafür ein, die regionale Holzwirtschaft nicht nur zu schützen, sondern auch zu stärken. Die EU-Kommission sei gefordert, umgehend Vorschläge zu entwickeln, wie der Rohstoffverknappung und Rohstoffspekulation und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden entgegengewirkt werden kann. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier muss hierauf mit allem Nachdruck in Brüssel dringen, anstatt sich weiter vor dem Thema wegzudrücken. „Falls erforderlich, wäre als letztes Mittel auch ein Exportstopp in Drittstaaten zu prüfen“ , so die Mahnung des SPD Wirtschaftspolitikers.