Gremmels (SPD): Dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nordhessen wieder Schwung verleihen

Anlässlich des zuletzt lahmenden Ausbaus der Windenergie in Nordhessen und eines entsprechenden Berichts der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen vom heutigen Mittwoch, den 12. November 2020 erklärt der Kasseler SPD-Bundestagsabgeordnete und Energiepolitiker Timon Gremmels: „Um unsere Klimaziele zu erreichen, muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Windenergie deutlich beschleunigt werden. Doch leider bleibt der Ausbau der Windenergie auch bei uns in Nordhessen aktuell weit hinter dem erforderlichen Maß zurück. Die Aktivitäten der cdw Stiftung, die deutlich machen, wie der Stand der Energiewende in Nordhessen konkret aussieht und was künftig getan werden muss, begrüße ich vor diesem Hintergrund ausdrücklich.“

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die derzeit im Deutschen Bundestag beraten werde, sollen die Rahmenbedingungen für die Windenergie deutlich verbessert werden: „Neben einer Anhebung der Ausbaupfade der Erneuerbaren Energien gehört dazu zunächst und vor allem, Ausbaumengen der Windenergie, die zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund fehlender genehmigter Flächen nicht realisiert werden können, in den kommenden Jahren nachzuholen. Einen solchen Mechanismus werden wir auf Bundesebene in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verankern“, gibt sich Gremmels zuversichtlich.

Gremmels sieht jedoch auch die Bundesländer in der Verantwortung, an der Beschleunigung des Windenergie-Ausbaus konstruktiv mitzuwirken: „Nur wenn in den Ländern hinreichend geeignete Flächen für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung gestellt werden, kann der Ausbau der Windenergie wieder Fahrt aufnehmen. Deshalb wollen wir mit einem wirksamen Bund-Länder-Koordinierungsmechanismus sicherstellen, dass alle Bundesländer einen angemessenen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten“, erläutert Gremmels. Daneben gelte es weiterhin, auf bereits genehmigten Flächen das sog. Repowering, den Austausch älterer Windenergie-Anlagen gegen moderne und leistungsfähigere Anlagen, zu erleichtern.

Entscheidend werde Gremmels zufolge sein, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien bürgernah vorangetrieben wird: „Mit der Kommunalabgabe, die mit der EEG-Novelle eingeführt werden wird, gehen wir einen ersten wichtigen Schritt: Standortgemeinden von Windenergie-Anlagen können künftig angemessen an der lokalen Wertschöpfung beteiligt werden“, so Gremmels. „Zur Akzeptanz gehört jedoch auch, vorrangig versiegelte Flächen für die Erneuerbare Energieerzeugung zu nutzen. Gerade die Hallendächer von Industrie- und Logistikgebäuden bieten ein erhebliches Potenzial, das wir für den Ausbau der Solarenergie noch stärker nutzen müssen.“