Gremmels (SPD): „Kassel und Nordhessen profitieren von den energiepolitischen Beschlüssen“

Für Kassel und Nordhessen sind die von der großen Koalition am Freitag in Berlin getroffenen Entscheidungen des ‚Klimaschutzprogramm 2030‘ im Energiebereich besser als ihr Ruf“, so der Kasseler SPD-Bundestagsabgeordnete und Energieexperte Timon Gremmels.

Nicht nur für die in Niestetal ansässige SMA Solar Technology AG, sondern auch für Solarteure und Energiegenossenschaften ist die wichtigste Nachricht, dass der Deckel für den Zubau von Photovoltaik wegfällt. „Wenn wir hier nicht gehandelt hätten, wäre ab nächstem Sommer der Photovoltaiksektor eingebrochen. In Verbindung mit Erleichterungen im Bereich Mieterstrom wird diese Regelung einen neuen Wachstumsschub für die Photovoltaik, der preiswertesten und in der Bevölkerung akzeptiertesten Form der erneuerbaren Energieerzeugung, bringen“, so Gremmels weiter.

„Für den Bereich des Ausbaus der Windkraft an Land wird es endlich klare Verbesserungen im Bereich der finanziellen Beteiligung der Anrainerkommunen geben“, freut sich Gremmels. „Das ist eine gute Nachricht für insbesondere klamme Kommunalhaushalte“. Gut ist auch, dass das dauerhafte Blinken der Windräder bald ein Ende haben wird. Alle Neuanlagen und ein Großteil der Bestandsanlagen werden so umgerüstet, dass sie erst dann blinken, wenn sich ein Flugzeug nähert“. Beide Maßnahmen seien wichtig, um die notwendige Akzeptanz der Bevölkerung für den Windkraftausbau an Land zu bekommen. Bei den Abständen zwischen Windkraftanlagen zum Ortsrand bleibe es bei den in Hessen bewährten 1.000 Metern Abstand.

„Mit diesen und weiteren Maßnahmen stellen wir sicher, bis zum Jahr 2030 rund 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energie zuverlässig zu erreichen“, so Gremmels.