Timon Gremmels: „Bezahlbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Mit dem Wohngeldstärkungsgesetz wollen wir künftig mehr Haushalte entlasten“                  

„Viele Menschen sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, um sich eine ordentliche Wohnung leisten zu können. Das Wohngeld sorgt dafür, dass Personen mit geringem Einkommen einen Zuschlag erhalten, um den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können“, sagt der Kasseler SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels.

„Seit der letzten Wohngelderhöhung 2016 sind die Mieten und Verbraucherpreise deutlich angestiegen. Für immer mehr Haushalte wird es trotz Wohngeld somit immer schwerer, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Deshalb setzen wir uns für Verbesserungen beim Wohngeld ein“, führt Gremmels fort.

„Um Wohngeldempfänger zu unterstützen sowie um die Zahl der geförderten Haushalte zu erhöhen, haben wir einen Gesetzentwurf eingebracht, der für eine Wohngelderhöhung ab dem 1. Januar 2020 sorgt. Ab 2022 soll das Wohngeld zudem automatisch an die künftige Mietpreis- und Einkommensentwicklung angepasst werden – ein Meilenstein“, so Gremmels.

Mit dem Wohngeldstärkungsgesetz wird es künftig eine durchschnittliche Anhebung des Wohngelds um 30 Prozent geben. Zudem wird die künftige Wohngeldberechnung an die Einkommens- und Mietenentwicklung angepasst.

„Durch die automatische Anpassung des Wohngeldes erreichen wir, dass Haushalte nicht länger aus Förderungen herausfallen oder zwischen den Fördersystemen wechseln. Weniger Haushalte werden dadurch zwischen Wohngeld und Arbeitslosengeld II sowie Sozialhilfe hin- und her wechseln“, erläutert Gremmels.

„Die Leistungsverbesserungen bedeuten insbesondere für Familien und Rentnerinnen und Rentner eine Entlastung. Ein Zwei-Personen-Haushalt, der ohne Reform 145 Euro pro Monat erhalten würde, erhält mit der Reform künftig 190 Euro Wohngeld“, so Gremmels.

Das Wohngeldstärkungsgesetz soll im Herbst im Bundestag und anschließend im Bundesrat verabschiedet werden und zum 1. Januar 2020 Inkrafttreten.