SPD-Abgeordnete fordern, Alternativen zur Kurve Kassel zu prüfen

Nach den vier Bürgermeistern aus Fuldatal, Espenau, Immenhausen und Vellmar fordern auch die SPD-Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher und Timon Gremmels sowie die SPD-Landtagsabgeordneten Manuela Strube und Oliver Ulloth, Alternativen zur Kurve Kassel zu prüfen. Sie begrüßen das gemeinsame Vorgehen und die Position der Bürgermeister und sagen ihnen sowie den Bürgerinitiativen jede Unterstützung zu. Zu dem von der DB Netz AG initiierten Runden Tisch sind auch die vier Abgeordneten aus dem Landkreis Kassel eingeladen und präsent.

„Nach der öffentlichen Auftaktveranstaltung der DB Netz AG in Fuldatal im vergangenen November, muss am Runden Tisch nicht nur über konkrete Planungen zur Kurve Kassel gesprochen werden, sondern zunächst alternative Streckenführungen in Niedersachen geprüft werden“, stellen Dilcher und Strube klar. „Wir werden die DB Netz AG auffordern, sich intensiv mit dem Ausbau bestehender Strecken zu befassen, beispielsweise über Altenbeken und Northeim,“ ergänzen Gremmels und Ulloth.

„Wir erwarten, dass die DB Netz AG sachlich darlegt, weshalb die Alternativrouten nicht mehr betrachtet werden. Daher werden wir die DB Netz AG auffordern, uns dies technisch und wirtschaftlich nachvollziehbar zu begründen. Aus diesem Grund werden sich die vier SPD-Abgeordneten auch an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wenden und ihn bitten, nochmals Alternativen zur Kurve Kassel zu prüfen.

Grundsätzlich wird die Notwendigkeit einer Ost-West-Verbindung im schienengebundenen Güterverkehr seitens der Abgeordneten erkannt. Jedoch kann es nach ihrer Auffassung nicht sein, dass derartige für Mensch, Tier und Umwelt belastende Infrastrukturmaßnahmen nur noch in einem regional beschränkten Bereich vorangetrieben und durchaus in Betracht kommende Alternativen bei der weiteren Planung einfach ausgeschlossen werden.