Gremmels (SPD): „Große Chancen für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Kassel“

„Der von der Kohlekommission gefundene Kompromiss ist eine gute Nachricht auch für die Wirtschaft und Wissenschaft in unserer Region und kann uns neue Wachstumsperspektiven bringen“, so der Niestetaler Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels.

Am vergangenen Freitag hat sich die von der Bundesregierung eingesetzte sogenannte ‚Kohlekommission‘ darauf verständigt, dass Deutschland bis 2038 vollständig aus der Kohleverstromung aussteigt. „Diese Lücke müssen nun Erneuerbaren Energien und Erdgas ausfüllen. Zudem braucht es ein gutes Management der bedarfsgenauen Zuschaltung von erneuerbaren Energien. Hier haben wir beispielsweise mit SMA, Wintershall und dem Fraunhofer Institut IEE genau die richtigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Kassel“, so Gremmels, der auch Mitglied des Wirtschafts- und Energieausschusses des Bundestages ist.

„Jetzt haben alle Beteiligten Planungssicherheit“, freut sich Gremmels. „Wir können uns jetzt ganz konkret darum kümmern, wie wir das Ziel des Koalitionsvertrags – bis 2030 65 Prozent Strom aus erneuerbaren Energie zu gewinnen – umsetzen können. Insbesondere die preisgünstige und in der Bevölkerung auf große Akzeptanz stoßende Photovoltaik wird dabei eine noch wichtigere Rolle spielen“, ist sich Gremmels sicher.

Für den Übergang kommt dem Erdgas eine wichtige Brückenfunktion zu. Auch hier haben wir in Kassel die Schlüsselkompetenzen. Erdgas hat unter fossilen Energieträgern die beste CO2-Bilanz und ist schnell zuschaltbar, wenn Sonne und Wind mal nicht zur Verfügung stehen. Im Unterschied zu amerikanischen Frackinggas hat russisches Erdgas eine bessere Umweltbilanz. Aber auch hier gilt: Erdgas muss Stück für Stück durch grünes Gas, wie es beispielsweise durch das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren aus überschüssigen Windstrom erzeugt werden kann, ersetzt werden.“

Für die Kritiker, den der Kohleausstieg in Deutschland nicht schnell genug voran geht, erinnert Gremmels daran, dass Deutschland parallel bis 2022 auch noch aus der Atomenergie aussteigen werde. „Wichtig ist, dass wir bei alldem nicht die Bedürfnisse unseres Industriestandorts Deutschland und der in diesem wichtigen Sektor beschäftigten Menschen aus dem Auge verlieren. Auch müssen wir darauf achten, dass wir in Bezug auf den Strompreis nicht die Akzeptanz in der Bevölkerung auf’s Spiel setzen“, so Gremmels abschließend.