Gremmels (SPD) packte eine Woche bei der Tafel Kassel mit an – wichtige gesellschaftliche Arbeit

„Einfach beeindruckend und großartig“, so das Fazit des Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels über sein diesjähriges Sommerpraktikum bei der Tafel Kassel e.V. Wie in jedem Jahr arbeitet der SPD Politiker eine Woche in einer sozialen Einrichtung mit, um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln.
„Eigentlich dürfte es Einrichtungen wie die Tafeln nicht geben. Gute Sozialpolitik muss diese Einrichtungen überflüssig machen. Daran arbeiten wir“, so Gremmels. „Derzeit sind die Tafeln aber leider noch dringend nötig.“ In Kassel versorgen vier hauptamtliche und rund 140 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rund 3.000 Personen mit Lebensmitteln. Dahinter steckt ein ausgefeiltes System, das über die Einsammlung von Lebensmittelspenden in rund 60 Supermärkten, Bäckerreinen und Verteilzentren, über die Sortierung und die Ausgabe im Kasseler Landen in der Holländischen Straße reicht.
„An vier Tagen habe ich bei der Einsammlung von Lebensmittel in Stadt- und Landkreis Kassel in einem dreier Team mit einem der drei Kühltransportern geholfen. Im Schnitt 15 Anlaufstellen werden von einem Team angefahren. Vor Ort werden die Spenden vorsortiert und umgeladen. In einem Lebensmittelverteilzentrum waren es an einem Tag auch mal zwei Euro-Paletten mit Eiern, die wir umpacken mussten. Auch in der gut organisierten Lebensmittelausgabe durfte ich an zwei Tagen mitarbeiten.“ Jeder Anspruchsberechtigte kann an zwei festen Tagen im Monat Lebensmittel bei der Tafel für eine Spende von 2 Euro beziehen. Bei der Ausgabe wird darauf geachtet, was die Kunden wünschen, zum Beispiel welches Gemüse und Obst sie haben möchten. Auch bei Wurst und Fleischwaren wird auf Ihre Bedürfnisse geachtet. Probleme zwischen deutschen und ausländischen Kunden, wie sie jüngst bei der Essener Tafel auftraten, gibt es dank der klugen Organisation in Kassel nicht.
„Besonders beeindruckt hat mich das großartige Engagement der Freiwilligen. Wenn ein ehrenamtlicher Mitarbeiter an drei Tagen in der Woche Lebensmittel einholt und eine neunzigjährige noch immer in der Lebensmittelausgabe tätig ist, so sind dass die wahren Helden des Alltags“, so Gremmels. Die Erfahrungen aus dem einwöchigen Praktikum erden mich. Sie geben einen intensiven Einblick in die Alltagsprobleme armer Menschen, die keine Bundestagsdrucksache, oder Regierungsvorlage je liefern kann. Ich freue mich schon heute, auf mein nächstes Sommerpraktikum. Interessiere Einrichtungen und Organisationen können sich gerne bei mir im Wahlkreisbüro melden.