100 Jahre Frauenwahlrecht – In Sachen Gleichstellung bleibt noch viel zu tun

Am 8. März ist Internationaler Frauentag

Am Donnerstag, 8. März findet der diesjährige internationale Frauentag statt. In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland. 1918 wurde das allgemeine Wahlrecht eingeführt. „Bis zur vollständigen Gleichstellung von Frau und Mann bleibt auch 100 Jahre später noch viel zu tun“, mahnt der Kasseler Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels.

„Im vergangenen Jahr hat das Weltwirtschaftsforum errechnet, dass es unter den gegebenen Umständen noch mindestens weitere 100 Jahre dauern wird, bis die vollständige Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist. Die SPD hat im Koalitionsvertrag zahlreiche gleichstellungspolitische Entscheidungen durchgesetzt, die einen großen Fortschritt bedeuten und die Gleichstellung entscheidend voranbringen“, erklärt Gremmels.

So wird das Recht auf befristete Teilzeit bald Gesetz: „Für die Gleichstellung der Geschlechter ist das ein Riesenschritt: Frauen und Männer haben endlich die Möglichkeit, nach einer Teilzeitphase wieder auf die vorherige Arbeitszeit aufzustocken – und nicht länger in der Teilzeitfalle stecken zu bleiben“, so Timon Gremmels.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die künftige Große Koalition auf die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Wir werden diese Frauen stärken, indem wir ihnen den sicheren und geschützten Weg aus der Gewaltspirale ermöglichen: mit einem Aktionsprogramm zur Prävention von Gewalt, der Verbesserung des Hilfesystems und einer gesicherten Finanzierung von Frauenhäusern.

Vor fast 100 Jahren haben Frauen das erste Mal gewählt und konnten gewählt werden. Sie selbst waren es, die für ihr selbstverständliches Recht auf die Straße gegangen sind und diesen bahnbrechenden Erfolg als ihren eigenen feiern konnten. Doch heute, fast ein Jahrhundert später, sind Frauen noch immer nicht angemessen in den Parlamenten beteiligt. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist seit der jüngsten Bundestagswahl sogar gesunken: Von zuletzt 36,5 Prozent auf nunmehr 30 Prozent. „Das ist eindeutig zu wenig“, sagt der Kasseler Bundestagsabgeordnete Gremmels und betont: „Es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass im Bundestag, im Europaparlament und in den Kommunalparlamenten Frauen zur Hälfte das Sagen haben. Um diese Missstände 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts zu beenden, müssen wir jetzt handeln“, so Gremmels.

„Im Landkreis Kassel sind wir mit der Europaabgeordneten Martina Werner, Esther Dilcher als Bundestagsabgeordnete sowie den Landtagsabgeordneten Brigitte Hofmeyer und Manuela Strube mit vier Frauen und einem Mann bundesweiter Vorreiter in der Besetzung von Führungspositionen“, merkt der SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels, der einzige Mann unter den hauptamtlichen Abgeordneten im Landkreis Kassel, an.