Gremmels (SPD): „Breitbandversorgung ist Daseinsvorsorge“

„Die Deregulierung und Liberalisierung im Telekommunikationsbereich und die Privatisierung der Telekom Mitte der 90er Jahre waren Fehler, deren Auswirkungen Bürger und Kunden bei der Breitbandversorgung jetzt schmerzlich merken“, so der SPD-Landtagsabgeordnete anlässlich der Berichterstattung über die sehr unterschiedliche Breitbandversorgung in seiner Heimatgemeinde Niestetal-Sandershausen. Dieses Problem betreffe in ähnlicher Form viele Kommunen in seinem Wahlkreis.

„Die Folge ist, dass die Telekom sich nur die Rosinen herauspickt und nur den engbebauten Bereich mit vielen potentiellen Kunden versorgt, die Ortsrandbereiche und den ländlichen Raum aber aus dem Blick verloren hat“, kritisiert Gremmels. „Hier muss dann die öffentliche Hand ran und mit vielen Steuergeldern und Förderprogrammen beispielsweise mit ACO oder der Breitband Nordhessen GmbH die Lücke stopfen.“ Dabei sein schnelles Internet heute Daseinsvorsorge und gehöre wie der Wasser- und Stromanschluss in jedes Haus und vor allem in jeden Gewerbebetrieb.

Der SPD-Politiker fordert, dass jedes Neubaugebiet heute ein Glasfaseranschluss erhalten muss. Das sei ein wichtiger Standortfaktor bei der Ansiedelung. „Darauf muss schon bei der Ausweisung Der Baugebiete geachtet werden“, so Gremmels. „Dem leistungsfähigen Glasfaserkabel bis in jedes Haus gehört die Zukunft“.