Gottschalck und Gremmels befürchten Verzögerungstaktik

„Wie befürchtet, scheint das hessische Wirtschaftsministerium bei der A 44 Planung auf Zeit zu spielen“, erklären die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck und der Landtagsabgeordnete Timon Gremmels nach der gestrigen Sitzung in der Haferbachhalle.

Die Fachebene habe sich zwar sehr bemüht, aber allein der Umstand, dass weder Minister noch Staatssekretär anwesend waren, sei ein Affront gegenüber der Region. Hinzu komme, dass der vorgestellte Zeitplan bis zur erneuten Offenlage im Frühjahr 2016 wenig ambitioniert erscheine.

Der Vorschlag, Arbeitskreise für einzelne Themenfelder zu bilden, höre sich ja recht freundlich an, diese müssten dann aber auch eine Verbindlichkeit haben und mit einem politischen Vertreter/in des Landes besetzt sein, der auch etwas zusagen könne. Nur einen Monolog der Fachebene, die erkläre, warum etwas nicht gehe, sei nicht zu akzeptieren.

Entsetzt sind die Abgeordneten, dass aktuelle Entwicklungen überhaupt keine Berücksichtigung fanden. „Es ist ein Unding, dass Hessen-Mobil die Entscheidung des Kreistages, ein Teilstück der B 7 als Kreisstraße zu übernehmen, um Helsa und Kaufungen vor einem Verkehrschaos bei Sperrung der A 44 zu bewahren, lapidar mit der Begründung abbügelt, dass hätten sie in 2006 schon mal geprüft“, so Gottschalck und Gremmels. Und die Untersuchung der Eignung der K7 als Umleitungsstrecke sei erstens aus dem Jahr 2009 und zweitens jenseits jeder Realität, weil dies nur mit absoluten Halteverboten funktioniere.

Bei der Variantenuntersuchung zum Erhalt der Anschlussstelle Kassel-Ost musste man den Eindruck gewinnen, dass Hessen-Mobil sehr viel Zeit dafür aufgewendet habe, um aufzuzeigen was alles dagegen spreche. Konstruktive Vorschläge wurden nicht unterbreitet.

„Die Veranstaltung war enttäuschend, die Sorgen der Region sind dem Minister offensichtlich egal und die Planer ziehen ihr Ding durch“, so die Abgeordneten. Damit schaffe man mit Sicherheit keine Akzeptanz für den Bau der A 44 und konterkariere die Bereitschaft der Verantwortlichen in der Region an den Planungen konstruktiv mit zu arbeiten.