Gottschalck, Gremmels, Decker, Frankenberger (SPD): „Erhalt der Anschlussstelle Kassel-Ost und der B7-Ausweichstrecke zwischen Kaufungen und Helsa unverzichtbar“

„Endlich ist das hessische Verkehrsministerium unserer Forderung nachgekommen und hat die Pläne für den A44-Abschnitt zwischen Kassel-Ost und Helsa veröffentlicht. Auch mit der Zusage, die Gemeinden und Anwohner ins weitere Planungsverfahren einzubeziehen, kommt der neue hessische Verkehrsminister Al-Wazir einem Wunsch der Region nach“, so die Abgeordneten Ulrike Gottschalck (Bund), Wolfgang Decker, Uwe Frankenberger und Timon Gremmels (alle Land).

„Wir erkennen an, dass die jetzige Planung im Vergleich zu den Entwürfen aus 2006 einige wichtige Verbesserungen, wie Lärmschutz, den Erhalt des Trinkwasserbrunnens Kohlenstraße sowie den Verzicht auf einen Parkplatz mit WC vorsieht. „Nach wie vor nicht hinnehmbar ist, dass die Anschlussstelle (AS) Kassel-Ost wegfallen soll. Hier müsse der Minister den Appell der 30 Anrainerfirmen zum Erhalt als Anlass nehmen, nochmals intensiv Alternativen zu prüfen “, so Frankenberger. „Der Wegfall der AS Ost würde den Verkehr dann vollständig über die AS Nord und die in den Stoßzeiten schon heute überlastete Dresdner Straße Richtung ‚Platz der deutschen Einheit‘ führen. Mit Schleichverkehren im Kasseler Osten muss gerechnet werden. Der Verkehrsinfarkt ist vorprogrammiert“, ergänzt Decker.

„Auch zwischen Kaufungen und Helsa haben sich unsere schlimmsten Befürchtungen leider bestätigt“, so Gottschalck und Gremmels. Hier soll die B7 zugunsten der A44 zurückgebaut werden. Bei Stau oder Vollsperrung der Autobahn würde der Verkehr dann über die K7 durch die Ortslagen von Helsa und Kaufungen führen. „Das ist nicht hinnehmbar“, so Gottschalck. „Hessen Mobil gesteht ein, dass sich zwei LKW nur im Schritttempo begegnen könnten, was im rückgebauten Zustand der K7 zu bezweifeln ist.“ Das Argument des Ministers, man könne die B7 nicht als Ausweichstrecke aufrechterhalten, weil andere Autobahnen auch nicht den Luxus einer parallel verlaufenden Bundesstraße hätten, sei falsch. „Al-Wazir verkennt den großen Unterschied, dass es nicht um den Neubau einer Ausweichstrecke geht, sondern um den Erhalt einer bestehenden Straße“, so Gremmels, der daran erinnert, dass der Landkreis Kassel Verhandlungsbereitschaft zur Umwidmung zu einer Kreisstraße angeboten habe.

„Die Zusage des Ministers, die überparteiliche Gesprächsrunde unter Federführung der Bundestagsabgeordneten Ulrike Gottschalck weiter zu führen, bietet die Gelegenheit, sich auf Grundlage der jetzt vorgestellten Pläne weiterhin konstruktiv mit den offenen Fragen zu beschäftigen“, so die SPD-Abgeordneten abschließend.