Gremmels (SPD): „Interessen der Solarregion Nordhessen werden unzureichend vertreten“

„Dass unter Mitwirkung der selbsternannten Energiewendepartei „Bündnis 90/Die Grünen“ die Photovoltaik mit keinem einzigen Satz im schwarz-grünen Koalitionsvertrag erwähnt wird, ist ein echtes Armutszeugnis und ein Schlag ins Gesicht der Solarregion Nordhessen. Die Grünen haben wohl vergessen, dass in und um Kassel tausende von Menschen in diesem Bereich der Erneuerbaren Energien arbeiten“, so der Niestetaler SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels. „Diese werden nun von den Grünen im Stich gelassen.“

„Entweder haben die nordhessischen Grünen keinen Einfluss auf ihre Landespartei, oder die Aussicht auf Ministerposten war so verlockend, dass die Grünen bereit waren, wichtige Inhalte und Zielgruppen aufzugeben“, kritisiert Gremmels, der auch Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist.

Auch die beiden für die Umsetzung der Energiewende wichtigen Kasseler Forschungseinrichtungen, dem Fraunhofer-Institut IWES und das IDE finden keine Erwähnung im schwarz-grünen Koalitionsvertrag, obwohl solche Institute immens wichtig sind, um auch in Zukunft alle Stufen der Wertschöpfung der Erneuerbaren Energien in Nordhessen zu heben und die Energiewende bezahlbar weiterzuentwickeln“, so Gremmels.

Das Ziel der Koalitionäre in Hessen den Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien in den nächsten fünf Jahren von heute 12,5 auf 25 % zu verdoppeln, höre sich im ersten Moment ambitioniert an, bedeutet aber nur, das Schwarz-Grün im Jahr 2019 auf den bundesweiten Durchschnitt von Erneuerbarem-Strom des Jahres 2013 kommen will (25 Prozent). Da sich der Anteil der Erneuerbaren Energien im Bundesschnitt in den nächsten fünf Jahren ebenfalls erhöhen soll, wird Hessen auch dann noch unter dem Durchschnitt liegen.“