„Regionaler Energieversorger ist eine historisch einmalige Chance – SPD-Kreistagsfraktion wird für Rückkauf stimmen“

„Der Rückkauf der E.On Mitte ist eine historisch einmalige Chance wieder einen echten Regionalversorger in das Eigentum der Kreise zurückzuführen“, erklären Ulrike Gottschalck und Timon Gremmels für die SPD-Kreistagsfraktion.

„Die Rekommunalisierung der Netze hilft bei der Umsetzung der Energiewende, sichert und schafft Arbeitsplätze vor Ort und belässt die Wertschöpfung in der Region. Daher hat die SPD-Fraktion in ihrer Sitzung am Montag einstimmig beschlossen, in der Kreistagssitzung am 5. Dezember für den Rückkauf zu stimmen“, so die Vorsitzende Gottschalck.

Das Risiko sei aus Sicht der Sozialdemokraten überschaubar. Schließlich bewege man sich in einem regulierten Markt. „Für einen Weltkonzern wie E.On-Deutschland sind Renditen von 6-7 Prozent zu wenig, für die Kreise mittelfristig eine gute Anlage. „Mit den Erträgen aus den erworbenen Anteilen kann der Kauf finanziert werden“, so Gremmels, der auch die interne Arbeitsgruppe der Fraktion leitete.

„Die Unterlagen, die wir einsehen konnten, zeigen, dass die kommunale Seite gut verhandelt hat. Auch die Tatsache, dass von der Bundesnetzagentur der Zustand des Netzes den besten Wert erhalten hat, macht deutlich, dass wir nicht die ‘Katze im Sack‘ kaufen. Wer jetzt auf Zeit spielt und die Entscheidung verschieben will, verkenne, dass der Landkreis Kassel nicht alleine auf dem Spielfeld ist. Eine Vielzahl von Kreistagen hat schon mit breiten Mehrheiten den Rückkauf beschlossen“, erinnert Gremmels.

Gottschalck appellierte an die anderen Fraktionen des Kreistags, mögliche letzte offene Fragen in der Haupt- und Finanzausschusssitzung am nächsten Montag zu klären und dann am Donnerstag mit möglichst großer Mehrheit dem Rückkauf zuzustimmen.
„Einrichtungen der Daseinsvorsorge gehören in öffentliche Hand. Dazu zählt aus Sicht der SPD unbestreitbar auch das Strom- und Gasnetz“, so die beiden SPD-Politiker abschließend.