Hofmeyer und Gremmels (SPD): „Keine Fakten schaffen, bevor Stellungnahmen aus der Bevölkerung nicht ausgewertet wurden“

"Die Entscheidung von Hessenforst, die Vergabe von Flächen im Reinhardswald für Windkraftanlagen zurückzustellen begrüßen wir ausdrücklich", so die SPD-Landtagsabgeordneten Brigitte Hofmeyer (Hofgeismar) und Timon Gremmels (Niestetal).

"Es wäre für die Menschen rund um den Reinhardswald, die hunderte von Einwendungen zu den vorgesehenen Windvorrangflächen des Regionalplans vorgebracht haben, der pure Hohn, wenn jetzt unwiderruflich Fakten geschaffen worden wären", so Hofmeyer. "Zunächst müssen alle vorgebrachten Stellungnahmen sorgfältig geprüft und Flächen herausgenommen bzw. verkleinert werden." Hofmeyer erinnerte daran, dass die SPD in der Regionalversammlung schon beim Beschluss zur Offenlage des Regionalplans der Auffassung war, dass im Reinhardswald zu viel Windvorrangflächen vorgesehen seien. "Damit wurde die Gesamtakzeptanz für die Windkraft gefährdet."

Gremmels, der auch energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, sieht zudem die Befürchtungen der SPD bestätigt, dass die rechtlichen Grundlagen in Hessen für regionale Energiegenossenschaften und kommunale Beteiligungsformen bei der Vergabe von Windflächen im HessenForst nicht ausreichen. "Dies zeigt, dass die Energiegenossenschaft im aktuellen Verfahren keinen Zuschlag bekommen hätte. "Auch deshalb ist es gut, dass das Verfahren vorerst gestoppt wurde", so Gremmels. Die SPD verfolge das klare Ziel die Zahl der geplanten Windräder im Reinhardswald zu verkleinern und Regelungen zu finden, dass bei der Vergabe der verbleibenden Windvorrangflächen genossenschaftliche und kommunale Beteiligungsmodelle bei der Vergabe bevorzugt werden.