Gremmels (SPD): „Taschenspielertricks statt seriöser Bildungspolitik“

„Die Botschaft hör ich wohl – allein mir fehlt der Glaube“, mit diesen Worten kommentiert der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels (Niestetal) die Ankündigung der Landesregierung zum nächsten Schuljahresbeginn die bereits lange versprochene 105 prozentige Lehrerversorgung endlich umzusetzen.

Vielmehr steht zu befürchten, dass sich die angestrebte 105-prozentige Lehrerversorgung für das kommende Schuljahr als ein typischer Rechentrick dieser Landesregierung entpuppen wird. Denn tatsächlich werde kaum neue Stelle für die Schulen zur Verfügung gestellt. „Von den 200 neuen Stellen gehen nämlich alleine 115 in neue Ganztagsangebote – das hat das Kultusministerium im Herbst letzten Jahres selbst mitgeteilt. „Zwar sieht der Landeshaushalt insgesamt mehr Geld für das Kultusministerium vor, allerdings reichen diese Mittel noch nicht einmal aus, um die Tarifsteigerungen aufzufangen“, betont Gremmels.

Es zwängt sich der Eindruck auf, dass zum Schuljahresbeginn kurz vor der Landtagswahl das Wahlversprechen auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden soll. Das funktioniert aber nur dann, wenn die bestehenden Klassen bis zum Anschlag aufgefüllt werden. Was das für die pädagogische Arbeit an den Schulen bedeutet, muss jedem klar sein“, so der SPD-Abgeordnete.

„CDU und FDP haben scheinbar die Hoffnung, dass den Lehrern, Eltern und Schülern die Diskrepanz zwischen den Zahlen auf dem Papier und der Realität erst nach der Wahl bewusst wird. Ich bin mir aber sehr sicher, dass diese schwarz-gelbe Rechnung nicht aufgehen wird und die Menschen diese Taschenspielertricks durchschauen“, so Gremmels abschließend.