SPD – Abgeordnete fordern Landesregierung zum Handeln auf

Ein umfassendes Konzept zur besseren Verkehrsanbindung des Flughafens Kassel Calden fordern die SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Decker, Uwe Frankenberger, Timon Gremmels und Brigitte Hofmeyer von der Hessischen Landesregierung.

Um zunehmenden Verkehr in der Stadt Kassel sowie in den unmittelbar angrenzenden östlichen und nördlichen Gemeinden langfristig zu verhindern, bedürfe es unter anderem konkreter Planungen für eine Anbindung des Flughafens an die Autobahn A 7. „Um bestehende Wohngebiete nicht zusätzlich zu belasten, kann dies nur mit einer großräumige Umfahrung der Stadt und der betreffenden Landkreisgemeinden funktionieren“, machen die SPD-Abgeordneten in einer gemeinsamen Pressemitteilung deutlich.

Sinnvoller Weise käme dafür nur eine Spange nördlich von Kassel und Niestetal auf niedersächsischem Gebiet, z.B. im Bereich der Abfahrt Lutterberg in Frage. „Deshalb muss die Hessische Landesregierung schnellstmöglich mit der niedersächsischen Landesregierung in Verhandlungen über eine solche mögliche Trassenführung treten“, fordern die Abgeordneten. Im Übrigen erwarte man jetzt eine zügige Realisierung der Ortsumgehung Calden. Eine weitere Anbindung des Flughafens an die A 44 bei Breuna, einschließlich einer Ortsumgehung, würde darüber hinaus zu einer Entlastung des Kasseler Südkreuzes führen. Insbesondere der Schwerlastverkehr aus Richtung Hannover in Richtung Dortmund könnte über diese neue Spange geführt werden. Auch mit Blick auf den Bau des neuen Autobahnkreuzes Kassel-Ost, an dem die neue Autobahn in Richtung Eisenach angeschlossen werde und dann zusätzlichen Verkehr anziehe, hätte dies eine wichtige Entlastungsfunktion. Gleichzeitig müsse rechtzeitig eine optimale Anbindung des Flughafens durch entsprechende ÖPNV-Angebote geschaffen werden, fordern die Abgeordnete erneut. Dies führe zu einer erheblichen Entlastung des Individualverkehrs.