Gremmels (SPD): „Umweltausschuss wurde bei Fracking-Anhörung wichtige Informationen durch Landesregierung vorenthalten“

"Kein Wort letzte Woche bei der Anhörung des Umweltausschusses des Hessischen Landtags vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG), dass die Veröffentlichung einer Karte, wo in Nordhessen die Erdgassuche mittels Fracking besonders vielversprechend ist, unmittelbar bevorsteht. "Das musste ich heute Morgen aus der Zeitung erfahren", kritisiert der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels (Niestetal).

"Das ist eine Missachtung des Parlaments. Sieben Stunden Anhörung und weder das HLUG, noch das Umweltministerium sagen auch nur ein Ton dazu. Frau Puttrich hat scheinbar ihre nachgeordnete Behörde nicht im Griff. Wir fordern die Umweltministerin auf, in der nächsten regulären Sitzung des Umweltausschusses die Karten auf den Tisch zu legen", so Gremmels.

"Scheinbar hat die Landesregierung immer noch nicht verstanden, dass Transparenz und Offenheit bei einem so komplexen und emotional aufgeladenen Thema wie dem Erdgasfracking oberste Gebote sind", so der SPD-Umweltpolitiker. Bisher war nur bekannt, dass das HLUG den Auftrag erhalten hat, bis zum Frühjahr nächsten Jahres die Gutachten vom Bundesumweltamt und von Nordrhein-Westfalen hessenspezifisch auszuwerten.

"Die Veröffentlichung der "Schiefergas-Potentialräume" ist für die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger interessant, weil sich erstmals abzeichnen wird, wo es Erkundungs- und später auch Förderbohrungen geben kann. Wenn die Karten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, können zielgenauer Stellungnahmen und Einwände vorgebracht werden", so Gremmels.