Timon Gremmels (SPD): FDP streut Menschen Sand in die Augen – auch bei Aufsucherlaubnis werden Chemikalien eingesetzt

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels hat die Kritik der drei nordhessischen FDP-Abgeordneten Posch, Lenders und Heidl an den Beschlüssen der Regionalversammlung gegen Fracking in der heutigen Ausgabe der HNA als „in keinster Weise nachvollziehbar“ bezeichnet. „Die FDP-Kollegen verkennen, dass auch mit einer möglichen Erteilung einer Erkundungserlaubnis durch das Regierungspräsidium Darmstadt der Einsatz von Chemikalien, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein, in den Boden gepresst werden dürfen. Aus diesem Grund hat die nordhessische Regionalversammlung sich bei nur einer Gegenstimme des FDP-Abgeordneten gegen Fracking ausgesprochen“, sagte der SPD-Politiker, der auch Mitglied in der Regionalversammlung ist, am Dienstag in Wiesbaden.

Gremmels wies darauf hin, dass bereits die Erteilung einer sogenannten Aufsucherlaubnis Fakten schaffe. „Falls BNK unkonventionelles Erdgas findet, ergibt sich daraus nach Bundesbergrecht auch das Recht auf Förderung“, so Gremmels. „Wenn die FDP-Kollegen jetzt versuchen den Eindruck zu erwecken, mit der Aufsucherlaubnis würde keinerlei Vorentscheidung getroffen, so ist das entweder blauäugig, oder sie will den Menschen Sand in die Augen streuen“, so der SPD-Umweltexperte. BNK würde nie einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erkundung investieren, wenn sie hinterher nicht auch das gefundene Erdgas fördern dürfte. „Die FDP sollte die Interesse der hier lebenden Menschen vertreten, die Fracking einhellig ablehnen, statt sich vor den Karren des aus Kanada stammenden Konzerns spannen zu lassen“, so Gremmels.