Gremmels (SPD): Kommunen sollen von Pachteinnahmen von Hessen-Forst profitieren – Umweltministerin muss regionale Anbieter bevorzugen

Der Niestetaler Abgeordnete und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels hat Umweltministerin Puttrich aufgefordert dafür zu sorgen, dass bei der Vergabe von Windkraftstandorten im hessisches Forst regionale Investoren bevorzugt werden. "Die Akzeptanz für die Windkraft steht und fällt mit der Auswahl der Betreiber. Die Bürgerinnen und Bürger sind eher bereit Windkraft im Wald zu akzeptieren, wenn sie wissen, dass regionale Stadtwerke, Kommunen und Genossenschaften mehrheitlich den Windpark betreiben und nicht ortsferne Investmentfonds, die nur Geld aus der Region ziehen. Die Windkraft wird unser Landschaftsbild verändern. Als Gegenleistung muss daher die Wertschöpfung in der Region bleiben", so die Forderung des SPD-Energieexperten.

Die derzeitige gültige Vorgabe des Hessischen Umweltministeriums, dass Hessen-Forst nur bei gleicher Pachtzahlung regionale Projektierer zu bevorzugen reicht nicht aus. Hintergrund ist, das große bundesweit agierende Investoren ganz anders kalkulieren können als regionale Akteure. Während Großprojektierer eine Anlage errichten, diese dann u.a. an Renten- oder Investmentfonds verkaufen und dann weg sind, tragen regionale Investoren dauerhaft Verantwortung“, so Gremmels. „Hessen-Forst wird mit der Windkraft in Zukunft genügend Geld verdienen, so dass ohne weiteres nicht auf jeden Pacht-Euro geschaut werden muss."

Gremmels erinnerte daran, dass im Abschlussbericht des Hessischen Energiegipfels (http://www.energiegipfel.hessen.de/mm/Abschluss.pdf S.10) sogar von einer Beteiligung der benachbarten Kommunen an den Pachteinahmen von Hessenforst die Rede war. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz können Städte und Gemeinden bis zu einer Höhe von 30 % an den Pachteinnahmen des Landes beteiligt werden. "Das wäre auch für die hessischen Kommunen eine wichtige Einnahmequelle. Was in Rheinland-Pfalz möglich ist, muss auch in Hessen gehen. Hier muss sich Frau Puttrich bewegen", so Gremmels abschließend.