Gremmels (SPD): „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang – Genügend geeignete Flächen vorhanden“

In der aktuellen Diskussion um Windkraft im Landkreis Kassel stellt der heimische Abgeordnete und umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels (Niestetal), fest, dass Kreis, Kommunen und Regionalversammlung an einem Strang ziehen. "Alle haben das Ziel, die Windkraft in unserer Region auszubauen und zwar mit und nicht gegen die hier lebenden Menschen und im Einklang mit Natur und Umwelt."

"Aus diesem Grund war allen Beteiligten von Anfang an klar, dass die 2009 von Umwelt- und Wirtschaftsministerium herausgegebene 1000-Meter Abstandsempfehlung für Windkraftanlagen zu Ortschaften in Nordessen angewandt wird", so Gremmels, der auch Mitglied der AG Energie der nordhessischen Regionalversammlung ist. Bei den jetzt verworfenen Plänen für Windkraftanlagen zwischen Nieste, Niestetal und Kaufungen wären diese Abstandsregelungen eingehalten worden, gescheitert seien die Standtorte an den unzureichenden Windgeschwindigkeiten. "Es ist niemandem gedient, wenn wir Standorte mit schlechten Windverhältnissen ausweisen, an denen sich Windkraftanlagen kaum oder gar nicht wirtschaftlich betreiben lassen", so Gremmels.

"Wir haben im Landkreis Kassel immer noch genügend geeignete Flächen für Windkraft, um die landespolitische Vorgabe von zwei Prozent Windvorrangflächen auszuweisen. Das wäre eine Vervierfachung des Status quo", so Gremmels. Aus Sicht des SPD-Abgeordneten bieten sich für Kommunen, die in ihrer Gemarkung über keine geeigneten Flächen verfügen, interkommunale Lösungen an. An den Landesbetrieb Hessenforst appelliert der Abgeordnete, Flächen gemeinsam mit den Anrainerkommunen und regionalen Anbietern zu entwickeln, so wie es der hessische Energiegipfel empfohlen habe und nicht ausschließlich auf möglichst hohe Pachteinnahmen zu schielen.

Ziel der SPD sei es, die Windkraft im Kreis Kassel gemeinsam mit Kommunen, Stadtwerken und Bürger-Energiegenossenschaften voranzubringen. Eine regionale Verankerung statt ausschließlich auf überregionale Projektierer zu setzen, steigert die Akzeptanz der Bevölkerung und führt zu regionaler Wertschöpfung. "In Sachen Windkraft sind wir im Kreis Kassel auf einem guten Weg", so Gremmels abschließend.