Timon Gremmels und Peter Feldmann (SPD): Verkauf gefährdet energetische Modernisierung

Bei der Besichtigung eines nach neuesten energetischen Standards sanierten Wohnblocks der Nassauischen Heimstätte haben sich der Umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels, und der OB-Kandidat der SPD für Frankfurt, Peter Feldmann, für den Verbleib aller Wohnungen der Nassauischen Heimstätte in Landesbesitz ausgesprochen.

„Wir wollen und müssen in Hessen alles für die notwendige Energiewende tun. Dazu muss das, was die Nassauische Heimstätte hier in der Wittelsbacher Allee beispielhaft umsetzt, in großem Stil in Hessen vorangebracht werden. Dass dies nur mit einer Wohnungsgesellschaft geht, die vordergründig eben nicht den kurzfristigen Profit im Auge hat, ist doch ganz offensichtlich. Die Heimstätte muss deshalb im Eigentum des Landes Hessen bleiben. Die SPD setzt in Frankfurt und Wiesbaden alles daran, um einen Verkauf zu verhindern“, so Gremmels.

„Eine solche Modernisierung würde von einem privaten Eigentümer sicherlich nicht mehr auf diesem hohen Niveau durchgeführt werden“, sagte Peter Feldmann. „Ein Investor, der einen sehr hohen Preis für einen derart großen Wohnungsbestand zahlt, will den Einsatz wieder zurück haben und zusätzlich Gewinn machen, das ist doch der Sinn des Deals.“ Doch das, so der SPD-Politiker, gehe nur auf sehr begrenzte Art und Weise: „Ein Gewinn lässt sich für einen Investor nur realisieren, wenn er die Wohnungen teurer weiterverkauft, Modernisierungen unterlässt oder die Mieten erhöht. Alles andere ist pure Illusion. Deshalb wird es mit mir als Oberbürgermeister keinen Verkauf der Nassauischen Heimstätte geben, um auch die Gefahr einer mittelfristigen Privatisierung auszuschließen.“

Gremmels, wies auf die Dringlichkeit energetischer Sanierung bestehenden Wohnraumes in Hessen hin. „Die schwarz-gelbe Landesregierung hat die letzten Jahre in diesem Bereich geschlafen. Dieses Versagen der Landesregierung hat kürzlich auch der Verband der süddeutschen Wohnungswirtschaft scharf kritisiert. Die Bereitstellung entsprechender originärer Landesmittel hat die SPD-Landtagsfraktion zum Haushalt 2012 beantragt und wurde von CDU und FDP bei den letzten Haushaltsberatungen abgelehnt“, sagte der Energiepolitiker.

Beide Politiker bekräftigten, dass es die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger bei der Wahl am kommenden Sonntag in der Hand hätten, den Bestrebungen der Landesregierung und der CDU und FDP einen Riegel vorzuschieben.