Timon Gremmels (SPD): Gipfel muss Unternehmen in die Energiewende helfen – SPD sagt „Nein“ zu Staudinger Block 6

Eine heute ein Wiesbaden vorgestellte, von der Deutschen Umweltstiftung im Auftrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie durchgeführte Umfrage unter hessischen und thüringischen Unternehmen zeigt nach Ansicht des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Timon Gremmels, sehr deutlich, woran es bei der Umsetzung der Energiewende derzeit noch massiv hapert. „Die Unternehmen fühlen sich überwiegend völlig alleine gelassen, es besteht eine massive Informationslücke. Viele wissen nicht, wie der Übergang ins neue Energiezeitalter denn vollzogen werden soll.“ Hier habe die Politik, insbesondere der hessische Energiegipfel, noch eine Aufgabe zu erfüllen. „Wir begrüßen, dass die Unternehmen die Notwendigkeit der Energiewende ebenfalls sehen, sie brauchen jedoch Unterstützung, auch in Form einer Informations- und Beratungskampagne“, sagte der SPD-Politiker. Dass ein solches Angebot angemahnt werde, könne man als klare Kritik der Wirtschaft an der Bundesregierung sehen. „Eine solche Kampagne muss einer der Aspekte für die letzte Runde des Energiegipfels sein, denn der Atomausstieg alleine macht noch keine Energiewende.“ Die Forderungen der IG BCE und der Umweltstiftung zum Umstieg seien bis auf die BCE-Forderung zu Staudinger daher richtig und würden von der SPD unterstützt.

„Wir brauchen tatsächlich einen Fahrplan zum Systemwechsel und ein Monitoring, da stimmen wir zu, denn die Energiewende kommt, also muss sie auch von der Politik gestaltet werden, und zwar ab sofort und effektiv.“ Gremmels begrüßte deshalb auch die in die richtige Richtung zielenden Forderungen hessischer Wirtschaftsverbände, Kammern und Gewerkschaften von Anfang der Woche. „Allerdings unterscheiden wir uns in einem wesentlichen Punkt zur Gewerkschaft IG BCE: wir halten am ‚Nein‘ zum Kohle-Block 6 am Standort Staudinger fest.“