Timon Gremmels (SPD): Hessen könnte bei energieeffizienter Gebäudesanierung schon viel weiter sein

Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels hat den Bundesratsvorstoß von Umweltministerin Lucia Puttrich, klima- und umweltgerechte Modernisierungsmaßnahmen bei der Sanierung von Wohngebäuden steuerlich zu fördern, als richtig aber überfällig bezeichnet. „Wir freuen uns natürlich über jeden Erkenntnisgewinn der Umweltministerin – allerdings könnte Hessen hier schon viel weiter sein. Schließlich hat die hessische SPD-Fraktion bereits im vergangenen Jahr mit ihrem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz die Ausweitung des Vorrangs für Erneuerbare Energien auf die Gebäudesanierung gefordert“, sagte Gremmels am Freitag in Kassel. Leider habe die Regierungskoalition die Gesetzinitiative noch im Dezember abgelehnt.

„Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa die Hälfte der CO2-Emissionen. Hier liegen enorme Einsparpotentiale“, sagte der Energiepolitiker. Deshalb hätten die hessischen Sozialdemokraten nach dem Vorbild einer Baden-Württembergischen Gesetzesregelung einen Entwurf eingebracht, in dem die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger, die rechtlichen Vorgaben für die Sanierung und die Förderung solcher Vorgaben hätten regeln können. „Wir haben der Regierung immer wieder angeboten, sich an der Entwicklung des Gesetzes zu beteiligen – leider ohne Erfolg“, so Gremmels. Umso mehr freue ihn, dass die Regierung die Notwendigkeit auch bei der Gebäudesanierung Erneuerbare Energien zu fördern, nun offenbar verstanden hätte.

„Wir haben hier auch auf hessischer Ebene Gestaltungsspielraum“, so Gremmels. „Der Bundesratsvorstoß ist daher zwar lobenswert, aber wir können für Hessen eigene Impulse setzen und damit gemeinsam mit Baden-Württemberg eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen“, so Gremmels. Wir erwarten von der Ministerin nun konkrete Vorschläge, welche Maßnahmen sie in Hessen ergreifen möchte.