Lehren aus der Atomkatastrophe in Japan ziehen

Die schreckliche Atomkatastrophe in Japan führt uns vor Augen, dass die Atomkraft nicht kontrollierbar ist. Sie ist in jedem Fall eine Hochrisikotechnologie und ihre Zerstörungskraft steht in keinem Verhältnis zu ihrem Ertrag. Hieran erinnert uns auch das traurige 25-jährige Jubiläum des Super-GAUs in Tschernobyl in diesem Jahr. Wer nun darauf verweist, in Deutschland seien keine Tsunamis und Erdbeben zu erwarten, verschließt die Augen vor den technischen Mängeln und Sicherheitsrisiken, die insbesondere auch die alten deutschen Meiler, wie dem hessischen Biblis, aufweisen. Bei Atomkraft gibt es keine absolute Sicherheit, Störfälle und Katastrophen sind lediglich eine Frage der Zeit.

Rot-Grün hatte deshalb den Atomausstieg beschlossen, den Schwarz-Gelb rückgängig machen will. Nach einem Kniefall vor der Atomlobby hat die schwarz-gelbe Bundesregierung und Angela Merkel im Herbst 2010 eine Verlängerung der Restlaufzeiten vereinbart. Es ging um Profit statt Sicherheit. Das ist unverantwortlich.

Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnik
Die schrecklichen Störfälle in Japan, die deutschen Pannen-Reaktoren Biblis und Krümmel sowie die Zustände in den Atommülllagern Gorleben und Asse beweisen, dass die Atomenergie nicht beherrschbar und hochgefährlich ist. Die Frage eines Endlagers ist nicht geklärt. Die Atomindustrie produziert strahlenden Müll zu Lasten unserer Kinder. Dies ist und bleibt unverantwortlich.

Zurück zum Atomausstieg – Biblis jetzt abschalten
Die SPD hält am Atomausstieg und den fest vereinbarten Restlaufzeiten fest. Um die Sicherheit zu erhöhen, fordern wir die betroffenen Energieunternehmen auf, die ältesten und problematischsten Reaktoren umgehend abzuschalten. Biblis muss sofort vom Netz, die alten Meiler sind ein Sicherheitsrisiko für unserer Region..

Erneuerbare Energien fördern
Der Betrieb von Atomkraftwerken behindert die Entwicklung und Verbreitung innovativer erneuerbarer Energien aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse. Die Atomenergie leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz. Wir wollen die Energiewende und sehen sie als Chance für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze in unseren Städten und Gemeinden. Eine dezentrale Energieversorgung mit einem intelligenten Versorgungsnetz führt dazu, dass ein immer größerer Teil der Wertschöpfung in unserer Region bleibt, was Handwerk und Mittelstand nutzt. Anlagen der erneuerbaren Energien spülen in doppelter Hinsicht Geld in die klammen kommunalen Kassen.
Wir sind überzeugt, dass sich mittelfristig der Energiebedarf Hessens vollständig durch erneuerbare Energien decken lässt.

Wer den Ausstieg aus der Atomkraft und den Einstieg in erneuerbare Energien will, muss am 27. März SPD wählen.