Gottschalck und Gremmels: „Erfolgsgeschichte für Region Kassel – schwarz-gelb gefährdet Energiewende, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“

"Zehn Jahre Erneuerbare-Energiengesetz (EEG) – eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte gerade auch für die Region Kassel", freuen sich die SPD-Politiker Ulrike Gottschalck, MdB und Timon Gremmels, MdL (beide aus Niestetal). "An diesem Donnerstag (25. Februar) vor 10 Jahren hat die damalige rot-grüne Koalition auf Bundesebene das EEG verabschiedet. Damit wurde der Weg für eine breite Nutzung erneuerbarer Energien geebnet und die Grundlage für viele Tausende zum Teil hochqualifizierte Arbeitsplätze in und um Kassel gelegt", so Gottschalck. "Doch jetzt droht diesem erfolgreichen Wirtschaftszeig das Aus durch eine völlig überzogene und unverhältnismäßige Kürzung der Einspeisevergütung durch schwarz-gelb", ergänzt Gremmels.
Anlässlich dieses zehnjährigen Jubiläums hatte die SPD-Landesgruppe Hessen Vertreter der Solarbranche Anfang der Woche zu einem Gedankenaustausch nach Berlin geladen. Neben SPD Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel und dem Umwelt- und Energiepolitiker Timon Gremmels konnte Ulrike Gottschalck auch größere und kleinere Firmen der Erneuerbaren-Energiebranche aus dem Landkreis Kassel in der Landesvertretung in Berlin begrüßen (u.a. SMA aus Niestetal und Energy Glas aus Wolfhagen).
Alle Branchenvertreter waren sich einig, dass eine zusätzliche Kürzung von 16 Prozent, wie derzeit von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) geplant, das Ende für die deutsche Modulproduktion bedeuten würde. "Sehenden Auges werden damit Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche vernichtet und Wertschöpfung von Deutschland nach China verlagert", so Gremmels. "Und das vor dem unmittelbaren Durchbruch der Photovoltaik in Deutschland. Schon in den nächste drei bis vier Jahren wird die Netzparität erreicht. Dann kostet Strom aus Photovoltaik genauso viel wie handelsüblicher Haushaltsstrom. Solange brauchen wir noch eine angemessene Einspeisevergütung.
Gottschalck kündigte an, die SPD-Bundestagsfraktion werde im Zuge der parlamentarischen Anhörung Röttgen auf den Zahn fühlen. Es sei völlig unklar aufgrund welcher Datenbasis die Koalition auf diese hohe Kürzung kommt. "Ein zusätzliche Kürzung der Einspeisevergütung im einstelligen Bereich zur Mitte diesen Jahres wäre verkraftbar", waren sich die Branchenvertreter und SPD-Politiker einig. "Wir wissen dabei eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung – übrigens quer durch alle politischen Reihen – auf unserer Seiten. Weit über 70% sind bereit, für erneuerbare Energie einen höheren Strompreis zu zahlen, wie jüngste Umfragen von Forsa und Infratest gezeigt haben. Diese breite Akzeptanz ist ein schönes Geburtstagsgeschenk für das EEG zum Zehnjährigen", so Gottschalck und Gremmels abschließend.