Hofmeyer und Gremmels: Keine längeren Wege für Patienten und Ärzte!

Die Frage, ob die Landesregierung die entstandenen Entfernungen für zumutbar hält, sei ebenso wichtig, wie Informationen über mögliche Verschlechterungen der Versor-gungsqualität, die sich z.B. durch verlängerte Anfahrtszeiten ergeben könnten.

„Welchen Sinn hat eine Umstrukturierung, die weder von den Patientinnen und Patienten noch vom medizinische Personal gewollt wird“, fragen die SPD-Landtagsabgeordneten. Gerade im ländlichen Raum mit seinen an den Wochenenden sehr ausgedünnten Nahverkehrsfahrplänen sei bereits jetzt die Grenze des Zumutbaren erreicht. „Wer kein eigenes Fahrzeug besitzt, ist häufig auf freundliche Nachbarn oder ein Taxi angewiesen, um in die Sprechstunde des Notdienstes zu kommen. Eine Verlängerung der Anfahrtswege führt deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit zu Versorgungsproblemen“, sagt Hofmeyer.

„Ohne angemessene ärztliche Versorgung verliert der ländliche Raum insbesondere für junge Familien und Ältere erheblich an Attraktivität“, stellen die SPD-Politiker klar. „Deshalb fragen wir die Landesregierung, ob aufsichtrechtliche Maßnahmen ergriffen werden, um nicht sinnvolle Neuorganisationen rückgängig zu machen und zukünftig zu verhindern.“